Juli 2015

Kunst & Natur 3

Auch in diesem Jahr (2015) werden wir in Hutten das Festival "Kunst & Natur" ausrichten. Zum dritten Mal werden wir und eingeladene Gäste eine Woche lang mit natürlichen Materialien neue Kunstwerke in der Landschaft am Heiligenborn schaffen - oder bereits fertige Arbeiten mitbringen und in die Natur integrieren.

 

Spektakel und Stille

das dritte Kunst-und-Natur-Festival
des KulturWerks

 

Unweit des Huttener Schwimmbades grüßt Thomas Kippenbergs Betonskulptur „Köpfe“ von der gegenüberliegenden Wiese. Etwas weiter weisen die farbigen Betonstelen Dorle Obländers den Weg über den „Spazierweg der Künste“. Immer noch erinnern die Artefakte der beiden Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises und andere Kunstspuren an die Festivals der letzten beiden Jahre.



Beim Besuch werkeln die zwei Organisatoren des Festivals, Gerwin von Monkiewitsch und Hannah Wölfel, an neuen, gerade eingetroffenen Kunstschafen herum. Verspielt wie die beiden Kreativen sind, posieren sie sogleich ausgelassen vor der Kamera. Im letzten Jahr symbolisierten blaue, in diesem Jahr pinkfarbene Schafe zusammen mit natürlichen Schafen aus Hutten den Geist des Festivals: Das Natürliche wird mit Künstlichem konfrontiert - ein Ziel, das die KulturWerker erneut verwirklichen wollen.

Neben der Organisationsarbeit sind die beiden auch mit der Planung eigener Werke beschäftigt. Architekt Monkiewitsch will nach seinem „Spiegelbaum“ (2014) und der „Spiegeltreppe“ (2013) erneut ein reflektierendes Objekt der Natur gegenüberstellen. Bildhauerin Hannah Wölfel hatte in den letzten Jahren eher flüchtige, vergängliche Objekte geschaffen, behutsam blau gefärbte „Huttener Felsen“ (2014) oder die „Glaswurzel“ (2013). Beide betonen, dass sie und andere Akteure sich wie immer unmittelbar von der Landschaft inspirieren lassen, in der sie eine Woche lang viel Zeit verbringen.


Junge Leute aus dem Schlüchterner „Check In“ wollen für das Wäldchen beim Bergrestaurant eine temporäre Graffiti-Leinwand gestalten.


Am 11. und 12. Juli, dem Ende der Arbeitswoche, werden die entstandenen Objekte den Besuchern präsentiert. Auch andere Akteure, etwa der Klangschalenspieler Lukas Gaul und die Choreografin Monica Opsahl, werden dann Kunstwerke durch Töne und Tanz lebendig machen.

Wie immer wird Hannah Wölfel unterhaltsame und lehrreiche Führungen über den Parcours durchführen. Stille Aktionen, wie die Baummeditation Sabine Dänners oder die Kräuteraktion Helga Links sollen intensive Naturerfahrungen ermöglichen. Das Restaurant mit dem Infostand wird an beiden Tagen durchgehend geöffnet haben.

In den letzten Jahren gab es Hunderte von Besuchern, die bei den Präsentationen dabei waren, doch auch das ganze Jahr über besuchen Spaziergänger, Jogger oder Hundebesitzer den Parcours. Neulich zum Beginn der Festtage „Ab durch die Mitte", als sich die Schlüchterner Ortsteile vorstellten, warben die Huttener mit großen Farbbildern für das Festival in ihrem Ort. „Die Kunst ist in Hutten angekommen und wird gut angenommen“, meint Wölfel dazu.

Das Projekt wird wieder vom Kreis finanziell unterstützt und ist offizieller Teil des Kultursommers 2015 der Kreise Main-Kinzig und Fulda.

Das genaue Programm und weitere Informationen gibt es bei www.Kulturwerk 2010

Fotos und Text Hanswerner Kruse

 


Juli 2014

Kunst & Natur 2

2. Land Art Festival des KulturWerks in der Landschaft Hutten-Heiligenborn

Erneut findet auch in diesem Jahr (2014) ein Kunst-Festival der Künstlerinnen und Künstler des KulturWerks mit ihren Gästen in der Landschaft um Hutten-Heiligenborn statt. Der im letzten Jahr entstandenen Kunst-Parcours soll erweitert werden. Die Präsentation der Kunstwerke erfolgte am 26. und 27. Juli 2014.

Der Parcour ist jederzeit frei zugänglich und einen Lageplan erhalten Sie im Bergrestaurant Heiligenborn

Der Kunstparcours in der Landschaft entstand nach einwöchiger Arbeit in der Natur von Künstlerinnen und Künstlern des KulturWerks sowie ihren Gästen. Am letzten Tag bespielten Jugendliche eines deutsch-polnischen Theaterprojektes die Wiesen, Wäldchen und Wege. Der Rundgang wurde, nicht nur von den Huttener Bürgern, gut angenommen: Heute nutzen immer noch Hundebesitzer, Spaziergänger oder Jogger gerne den „Spazierweg der Künste.“

„Wir freuen uns darauf, wieder eine Woche künstlerisch im Freien zu arbeiten, egal wie das Wetter wird“, sagte die Bildhauerin und Koordinatorin des Projekts, Hannah Wölfel, unserer Zeitung. Denn in diesem Jahr wollen die KulturWerker erneut ihre Arbeit in der Natur vom 19. bis zum 25. Juli 2014 fortsetzen und mit vorgefundenen und natürlichen Materialien Kunstwerke schaffen - oder bereits fertige Arbeiten mitbringen und in die Natur integrieren. Dadurch wird der vorhandene Kunstparcours fortgesetzt und erweitert, das Projekt ist Teil des Kultursommers der Kreise Fulda und Main-Kinzig.

In die künstlerische Arbeit werden auch Kinder aus Kindertagesstätten eingebunden, die einen „Kinder-Garten“ errichten. Alle Menschen, die stricken und mitmachen wollen, sind eingeladen, Bäume in Heiligenborn zu bestricken. „Dadurch wird das Projekt richtig populär!“, meint Wölfel weiter. Am 26. und 27. Juli möchte das KulturWerk die künstlerischen Arbeiten in der Landschaft präsentieren, einzelne Kunstwerke und Objekte werden in den zwei Tagen von Musikern, Schauspielern und Tänzerinnen zu bestimmten Zeiten belebt. Bei Führungen erläutern die Künstler den Besuchern ihre Absichten.


Als im letzten Herbst alle Blätter fielen, glitzerten die „Goldblätter“ einer Künstlerin noch in den Bäumen und Büschen um Heiligenborn. Die „Stelen“ Dorle Obländers, nach dem milden Winter etwas verblasst, fügen sich immer noch wunderbar in die Landschaft und markieren den Weg zum Sportplatz. Unweit des Schwimmbads grüßen die mittlerweile restaurierten „Köpfe“ Thomas Kippenbergs die Spaziergänger und Schwimmer. In Hutten-Heiligenborn sind noch reichlich Spuren des letztjährigen Festivals „Kunst und Natur“ vorhanden.